Bauchspeicheldrüsenentzündung bei der Katze

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Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung bei der Katze ist eine häufig auftretende Erkrankung. Sie wird auch Pankreatitis genannt, von Pankreas = Bauchspeicheldrüse. Sie entsteht dadurch, dass die in der Bauchspeicheldrüse produzierten Verdauungsenzyme zu früh aktiviert werden. Normalerweise geschieht das erst im Darm. Bei einer Pankreatitis sind sie bereits in ihrem Entstehungsort aktiv, also in der Bauchspeicheldrüse. Diese beginnt sich dadurch selbst zu verdauen.

Dieser verfrühte Einsatz der Verdauungsenzyme hat schwere Entzündungen des Drüsengewebes zur Folge, bis hin zu dessen Absterben. In manchen Fällen kann dieser Prozess auch auf umliegendes Gewebe übergreifen. Eine ernste, manchmal lebensbedrohliche Situation kann entstehen.

Die Symptome einer Pankreatitis sind häufig unspezifisch, und die Diagnose ist oftmals eine Herausforderung. Untersuchungen an toten Katzen haben gezeigt, dass offenbar viel mehr Tiere erkranken, als bisher angenommen wurde.

Welche Katzen sind häufiger von einer Pankreatitis betroffen?

Am häufigsten erkranken Katzen mittleren und höheren Alters an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung. Kater wie Kätzinnen sind gleichermassen betroffen. Siamesen scheinen häufiger als andere Katzen an einer Pankreatitis zu leiden.

Symptome einer Pankreatitis bei Katzen

Die häufigsten Anzeichen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung bei Katzen sind Appetitmangel und Gewichtsverlust, Lethargie und Austrocknen. Teilweise Fieber oder auch Unterkühlung.

Erbrechen und Durchfall können auftreten, müssen aber nicht. Ebenso zeigt lange nicht jede Katze Bauchschmerzen. Dafür ist häufig eine Masse im Bauchraum tastbar.

Abklärung einer Bauchspeicheldrüsenentzündung bei der Katze

Wie beim Hund, spielt die spezifische Pankreaslipase eine wichtige Rolle. Alle anderen Veränderungen im Blut lassen keine sichere Diagnose zu. 

Bildgebende Verfahren wie Röntgen und Ultraschall sind wichtige Untersuchungsmöglichkeiten, reichen jedoch alleine nicht aus. Da Katzen mit einer Pankreatitis sehr oft an weiteren Krankheiten (Leber- oder Darmerkrankung, Diabetes mellitus) leiden, sollten sie ebenfalls auf diese hin untersucht werden.

Therapie für Katzen mit einer Pankreatitis

Die Therapie besteht aus einer Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr. Da Katzen mit Schmerzen oft die Nahrungsaufnahme verweigern, sind Schmerzmittel und Medikamente gegen weiteres Erbrechen sehr wichtig. Manchmal kann auch die Ernährung mittels Sonde erforderlich sein. Erkrankte Tiere sollten nicht gefastet werden, weil dies weitere schwerwiegende Probleme (hepatische Lipidose: Leberverfettung) zur Folge haben kann. Antibiotika sind fast nie nötig. Bei Katzen werden Steroide (Kortison) mit Erfolg eingesetzt, v.a. wenn es sich um einen chronischen Prozess handelt.

Da viele Katzen mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung gleichzeitig an einer Darmerkrankung leiden, sollte die Nahrung darmschonend sein. Sie sollte hochwertige Eiweisse enthalten und, besonders wenn die Katze übergewichtig ist, einen moderaten Fettgehalt aufweisen. Katzen mit einer Pankreatitis reagieren nicht ganz so empfindlich auf Fett, dennoch sollte auf eine fettreiche Diät verzichtet werden. Vitamin B12 kann ebenfalls hilfreich sein.

Prognose für Katzen mit einer Bauchspeicheldrüsenentzündung

Die Prognose hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab: Je schwerer der Verlauf, desto ungünstiger die Prognose. Katzen mit einem milden Verlauf können jahrelang ohne Symptome bleiben. Dennoch ist ein erneutes Auftreten jederzeit möglich. 

Sind weitere Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Leber- oder Darmerkrankungen mit im Spiel, verschlechtert sich die Prognose.

Komplikationen nach einer Pankreatitis bei der Katze

Diabetes mellitus, Erkrankungen des Darms, der Leber sowie der Gallenblase und deren Ausführgänge sind nicht selten und können schwerwiegend sein. Wichtig ist, eine erkrankte Katze weiterhin regelmässig mittels Blutuntersuchungen zu überwachen, auch wenn sie frei von Symptomen scheint.

Worauf Sie sonst noch achten sollten

Jede Katze mit akuten und besonders chronischen Magendarmproblemen, Diabetes mellitus oder Lebererkrankungen sollte zusätzlich auf eine Pankreatitis untersucht werden.

Komplementärmedizinische Therapien sind bei erkrankten Katzen auf jeden Fall sinnvoll. Welche Methode am besten passt, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Begleiterscheinungen und wie gut das Tier bei einer Therapie mitarbeitet resp. ob es möglich ist, Medikamente einzugeben oder unters Futter zu mischen.


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